Boston – Allen organisatorischen und therapeutischen Verbesserungen zum Trotz ist die Prognose von Patienten nach einem ischämischen Schlaganfall weiterhin ungünstig. Laut einer US-Studie in Stroke (2010: doi: 10.1161/STROKEAHA.110.601831) stirbt ein Drittel der Patienten im ersten Jahr nach dem Schlaganfall, ein weiteres Drittel wird erneut hospitalisiert.
Vergleichbar mit den Stroke Units in Deutschland versucht die American Stroke Association mit der „Get With The Guidelines®-Stroke Initiative“ die Behandlung von Schlaganfall-Patienten zu verbessern. Das Ziel ist ein rascher Ausschluss einer Hirnblutung als Auslöser und eine anschließende Revaskularisierung mittels Thrombolyse.
Die Analyse von mehr als 90.000 Begünstigten der staatlichen Altersversorgung in den USA, Medicare, die Gregg Fonarow von der Universität von Kalifornien In Los Angeles jetzt durchgeführt hat, zeigt allerdings, dass sich die Prognose der Patienten nicht wesentlich verbessert hat.
Fonarow hat zwar nur die Ergebnisse der 625 Kliniken ausgewertet, die sich der Get With The Guidelines-Stroke Initiative angeschlossen haben – es fehlt also eine Vergleichsgruppe. Doch während des Zeitraums von 2003 bis 2006 sei keine Verbesserung erkennbar gewesen, berichtet der Autor.
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