Mainz – Ein neues „Labor für Molekulare Belastungsphysiologie“ hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeweiht. Ziel der Sportmediziner ist, bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London einen Nachweis für Gendoping einzusetzen. Mit einem neuen Laborgebäude auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz können nun die Arbeiten an diesem und anderen Projekten im Januar 2011 beginnen.
Der Humanmediziner und Neurowissenschaftler Perikles Simon kam 2009 nach Mainz und übernahm die Leitung der Abteilung Sportmedizin, Prävention und Rehabilitation. In enger Zusammenarbeit mit seinen früheren Tübinger Kollegen hat Simon einen Test entwickelt, mit dem sich Gendoping in normalen Blutproben nachweisen lässt.
Das Verfahren wurde im September 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt, internationale Patente sind beantragt. Bis zu diesem Zeitpunkt galt Gendoping durch EPO oder andere Gene als nicht nachweisbar, es wurde sogar behauptet, ein Nachweis sei prinzipiell unmöglich.
Die Arbeit an einem Routinetest für Gendoping, der vielleicht schon bei den nächsten Olympischen Spielen einsatzbereit ist, unterstützt die Welt- Anti-Doping-Agentur im kommenden Jahr mit über einer halben Million Dollar.
Für die molekularbiologischen und gentechnischen Analysen stehen Simon und seinem Team in dem Neubau vier Gentechnik-Labore der Sicherheitsstufe S2 und ein S1-fähiges Labor zur Verfügung.
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