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Mainz: Universitätsmedizin baut Mentorinnen-Programm aus

Dienstag, 4. Januar 2011

Mainz – Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds hat die Universitätsmedizin Mainz für ihr sogenanntes Edith-Heischkel-Programm eingeworben. Es soll die Karriere hochqualifizierter, promovierter Wissenschaftlerinnen fördern.

Das Programm setzt auf Mentoring, das heißt je eine erfahrene Wissenschaftlerin oder ein erfahrener Wissenschaftler steht einer Nachwuchswissenschaftlerin mit Rat und Tat zur Seite. Mit den EU-Fördermitteln schafft die Universitätsmedizin jetzt die Stelle einer Projektkoordinatorin und übernimmt die Projektführung des seit 2008 laufenden Mentoring-Programms.

Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen befinden sich nach wie vor weniger Frauen in der Medizin in einer Leitungsfunktion oder besetzen eine Professur. „Eine individuelle Familienplanung ist hier sicherlich einer der Gründe. Jedoch ist auch innerhalb des Wissenschaftsbetriebes nach Ursachen zu suchen“, sagte der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Reinhard Urban.

Das 2008 durch eine Initiativgruppe des Fachbereichs Medizin und das zentrale Frauenbüro der Universität ins Leben gerufene Edith-Heischkel-Programm hat laut Urban eine Schlüsselfunktion, wenn es darum geht, die Karrierechancen von Frauen in der Wissenschaft wesentlich zu verbessern.

„Im Edith-Heischkel-Programm wird das Prinzip des ‚Eins-zu-Eins-Mentoring’ angewendet. Mentorinnen und Mentoren aus Wissenschaft und Industrie zeigen dabei jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen Perspektiven und Karrierewege auf“, erläuterte er.

Von der neu geschaffenen Stelle einer Projektkoordinatorin verspricht sich die Universitätsmedizin, dass künftig noch mehr aufstrebende Nachwuchswissenschaftlerinnen an dem Programm teilnehmen. „Denn mittelfristig wollen wir den Frauenanteil bei den Ruferteilungen für Professuren deutlich erhöhen“, sagte Urban. © hil/aerzteblatt.de

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