Medizin

Stammzelltherapie der Makuladegeneration genehmigt

Dienstag, 4. Januar 2011

Marlborough – Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA hat eine Studie zur Stammzelltherapie der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) genehmigt.

Die AMD ist die häufigste Erblindungsursache von älteren Erwachsenen. Sie beginnt mit Ablagerungen, die auf der Netzhaut als sogenannte Drusen zu sehen sind. Später kann es zu einer Atrophie der Makula mit dem Absterben des retinalen Pigmentepithels (RPE) kommen.

Diese trockene Form der AMD führt dann zur Erblindung. Das Risiko ist zwar geringer als bei der feuchten AMD, anders als bei dieser gibt es für die trockene AMD bisher keine Behandlungsmöglichkeit. Dies könnte sich ändern, wenn die Zelltherapie von Advanced Cell Technology erfolgreich verlaufen sollte.

Der Firma war es in den letzten Jahren gelungen embryonale Stammzellen in RPE zu differenzieren. In zwei Tiermodellen der AMD und des Morbus Stargardt, einer seltenen genetischen Degeneration der Retina, überlebten die RPE-Zellen in der Retina, und die Photorezeptoren sollen die Sehleistungen der Tiere verbessert haben.

Im Oktober 2010 erhielt ACT bereits eine Genehmigung für eine erste klinische Studie zum Morbus Stargardt, an der 12 Patienten teilnehmen sollten. Jetzt kann eine Studie zur trockenen AMD beginnen, an der ebenfalls 12 Patienten teilnehmen werden.
 

Die AMD ist ungleich häufiger als der Morbus Stargardt. Der Hersteller schätzt, dass die Behandlung für 15 Millionen Amerikaner und 10 Millionen Europäer infrage käme. Die Phase-I/II-Studie wird zunächst allerdings nur die Sicherheit der Therapie prüfen.

Anzeige

© rme/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Medizin

Nachrichten zum Thema

21.11.16
Kaum Studien zur optischen Kohärenztomographie bei Makuladegeneration
Köln – Bislang ist unklar, ob Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration oder einem diabetischen Makulaödem von einer optischen Kohärenztomographie (OCT) zur Therapiesteuerung profitieren. Das......
18.11.16
Limbo-Keratoplastik: Frischzellenkur für Augen-Hornhaut
Freiburg – Eine kombinierte Transplantation von Spenderhornhaut mit passenden Stammzellen lässt Patienten mit schweren Schädigungen der Augenoberfläche wieder sehen. Dass konnten Forscher des......
21.10.16
Knorpelzellen aus der Nase decken Schäden im Kniegelenk
Basel – Autologe Transplantate, die im Labor aus wenigen Zellen der Nasenscheidewand gezüchtet wurden, haben in einer ersten klinischen Studie im Lancet (2016; 388: 1985-94) neun von zehn Patienten......
23.08.16
Schlaganfall: Stammzelltherapie bei Mäusen erfolgreich
Los Angeles - Die Kombination einer Stammzelltherapie mit Infusionen des Proteins 3K3A-APC, das das Absterben der transplantierten Zellen verhindern soll, hat bei Mäusen die Erholung nach einem......
11.07.16
Leverkusen – 60 Prozent der Bundesbürger sind prinzipiell zu einer Stammzellenspende bereit, doch nur knapp die Hälfte der potenziellen Spender hat sich bislang der dafür notwendigen Typisierung......
27.06.16
Vor der Zulassung: Suizidale T-Zellen verhindern Graft-Versus-Host-Reak­tion
London – Die europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich für die Zulassung einer Gentherapie ausgesprochen, die T-Zellen vor einer haploidentischen Stammzelltherapie im Labor mit einem Suizid-Gen......
10.06.16
Stammzelltherapie verspricht riskante Heilung einer aggressiven Multiplen Sklerose
Ottawa – Eine Immunablation gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation hat in einer Behandlungsserie 23 Patienten im Frühstadium einer sehr aggressiven Multiplen Sklerose langfristig vor......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige