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Ausgaben für Schmerzmittel laut KKH-Allianz um 31 Prozent gestiegen

Donnerstag, 6. Januar 2011

Hannover – Der Verbrauch von Schmerzmitteln ist in Deutschland nach Angaben der Krankenkasse KKH-Allianz deutlich gestiegen. Gegenüber dem Jahr 2007 hätten Ärzte im vergangenen Jahr 14 Prozent mehr Schmerzmittelpackungen verschrieben. Die Kosten für diese Arzneimittel seien im gleichen Zeitraum um 31 Prozent gestiegen.

Chronische Schmerzpatienten gingen im Durchschnitt 44 Mal im Jahr zum Arzt. „Schmerzpatienten haben einen immensen Leidensdruck, verursachen aber auch hohe Kosten für die Krankenkassen. Deshalb gilt es, neue Behandlungswege für Schmerzpatienten zu finden, damit die Betroffenen in erster Linie wieder mehr Lebensqualität erfahren“, sagte der KKH-Allianz Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit.

30 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen unter den Schmerzpatienten geben laut der Kasse als häufigste Form des Schmerzes Rückenschmerzen an. Danach folgen Kopfschmerzen mit 35 Prozent bei Frauen und 20 Prozent bei Männern.

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Nur rund ein Prozent der Schmerzpatienten seien in einer sogenannten Schmerzklinik gewesen, viele Betroffene erhielten eine ungenaue Diagnostik. Dabei sei der Handlungsdruck auch aus volkswirtschaftlicher Sicht erheblich: Schmerzpatienten verursachten rund 38 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Kosten pro Jahr.

„Auch Arbeitgeber sollten angesichts hoher Fehlzeiten von Schmerzpatienten ein Interesse daran haben, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter schnell wieder herzustellen“, so Kailuweit. Erfahrungen aus einem Gesundheitsprogramm der KKH-Allianz hätten gezeigt, dass bei zielgerichteter Behandlung von Migränepatienten die Kopfschmerztage um die Hälfte sinken könnten. © hil/aerzteblatt.de

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