Merkel sieht weiter Handlungsbedarf im Gesundheitswesen
Montag, 17. Januar 2011
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| Angela Merkel /dpa |
Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht bei der Gesundheitsversorgung in Deutschland weiter Handlungsbedarf. In ihrer am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Videobotschaft sagte die CDU-Vorsitzende, Kranken- und Pflegeversicherung müssten gerade wegen des demografischen Wandels noch weiterentwickelt werden. Immer weniger junge Menschen stünden immer mehr älteren gegenüber. Das bedeute: „Weniger Beitragszahler auf der einen, mehr Leistungsempfänger auf der anderen Seite.“
Auch bei der flächendeckenden Versorgung mit Ärzten müsse gehandelt werden. Der Bundesgesundheitsminister werde dazu ein Gesetz vorlegen, sagte die Kanzlerin. Es solle dazu beitragen, dass Arztpraxen auf dem Land für Nachwuchsmediziner wieder attraktiver werden.
Bei der Pflegeversicherung müsse die langfristige Finanzierung sichergestellt werden. „Wir werden auch die Versorgung von Demenzkranken verbessern, indem wir bei der Ermittlung der Pflegestufe nicht nur auf den körperlichen, sondern auch den geistigen Zustand schauen“, kündigte Merkel an.
Die Regierungschefin zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingt, die Herausforderungen für die sozialen Sicherungssysteme „vernünftig zu beantworten“.
© dapd/aerzteblatt.de
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