Aktionswoche: 2,6 Millionen Kinder haben suchtkranke Eltern
Montag, 17. Januar 2011
Berlin – Mit einer bundesweiten Aktionswoche wollen mehrere Vereine Mitte Februar auf die Nöte von Kindern suchtkranker Eltern aufmerksam machen. Wie sie heute in Berlin mitteilten, leiden rund 2,6 Millionen Kinder in Deutschland zum Teil gravierend unter elterlichen Suchterkrankungen. Dadurch trügen sie selbst Gesundheitsrisiken.
Die Aktionswoche vom 13. bis 19. Februar solle die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf betroffene Kinder lenken und auf Unterstützungsmöglichkeiten in Kindergärten, Schulen, Kinderarztpraxen oder Jugendfreizeiteinrichtungen hinweisen.
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Das Problem der alkoholbelasteten Kinder stellt wohl eines der grössten alkoholbedingten Schadensgebiete in unserer Gesellschaft dar, von dieser aber immer noch tabuisiert. Wohl auch, weil es schwierig ist, diese Kinder zu finden. In der Schule sind sie vielleicht verhaltensauffällig, der Grund ist den Lehrern aber unbekannt. So werden sie noch zusätzlich durch falsche Einschätzung und Behandlung benachteiligt. Ihre Lebenschancen sind oft reduziert. Eine deutliche Verbesserung ihrer Situation wäre wahrscheinlich durch die Verringerung des Gesamtkonsums erreichbar, damit es weniger alkoholbelastete Familien gibt. Zusätzlich erschwert wird die Situation der Kinder noch, wenn eine vorgeburtliche Schädigung vorliegt, die nicht als solche erkannt wird. (FAS)
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