Ausland

Niederlande: Lebens­ende-Vereini­gung möchte Sterbe­hilfeklinik

Donnerstag, 20. Januar 2011

Den Haag – Die „Niederländische Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende“ (NVVE) möchte im kommenden Jahr eine Sterbehilfeklinik einrichten. Grund sei, dass immer wieder Menschen, die Sterbehilfe wünschten, Schwierigkeiten hätten, einen Arzt für die lebensbeendenden Maßnahmen zu finden, zitierten niederländische Medien heute die Organisation. Nach den Vorstellungen der Vereinigung sollten in der Klinik jährlich bis zu 1.000 Menschen Sterbehilfe erhalten. 

Die niederländische Ärzteorganisation KNMG äußerte sich skeptisch. Sie kritisierte insbesondere, dass die Kranken nach NVVE-Vorstellungen im Durchschnitt nur drei Tage in der Klinik bleiben sollten. Das bedeute, dass nicht sorgfältig genug mit den Patienten umgegangen werde. 

Auch die Deutsche Hospiz Stiftung lehnte die Pläne ab. Ihr geschäftsführender Vorstand Eugen Brysch erklärte, Schwerstkranke bräuchten kein Tötungsangebot, sondern psychische, pflegerische und medizinische Hilfe. Würde die Klinik genehmigt, dann wäre dies eine Entsolidarisierung mit den Schwächsten der Gesellschaft und somit auch ein Schlag gegen die europäische Wertegemeinschaft. © kna/aerzteblatt.de

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