Nach dem Streit: Ministerium und Hausärzteverband wieder im Gespräch
Donnerstag, 20. Januar 2011
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| Stefan Kapferer /dpa |
Berlin – Zwischen dem
Bundesgesundheitsministerium und dem
Deutschen Hausärzteverband verbessert sich trotz weiter bestehender Meinungsunterschiede das Gesprächsklima.
Staatssekretär Stefan Kapferer (FDP) hat den Hausärzteverband zur Mitarbeit an dem geplanten Versorgungsgesetz eingeladen. Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes, hob auf dem Neujahrsempfang seiner Organisation lobend hervor, dass das Gespräch wieder in Gang komme. Weigeldt hatte sich kürzlich mit Rösler getroffen.
Der Streit mit dem Ministerium hatte sich zuletzt an der vom
Bayerischen Hausärzteverband initiierten massenhaften Rückgabe der Kassenzulassung zugespitzt, die im Dezember gescheitert war. Gegen die Begrenzung der Honorare in Hausarztverträge war der Verband Sturm gelaufen und hatte Minister Rösler in den Mittelpunkt einer Kampagne gestellt.
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Im Ende 2010 beschlossenen GKV-Finanzierungsgesetz ist gleichwohl festgelegt worden, dass sich die Honorare in neuen Verträgen zur hausärztlichen Versorgung nach Paragraf 73b SGB V an der Vergütung im Kollektivvertrag orientieren müssen.
Es sei notwendig, die Attraktivität des Hausarztberufs zu steigern, sagte Kapferer nun auf dem Empfang, sowohl im Kollektiv- als auch im Selektivvertragssystem. Im Übrigen bestehe eine Pflicht für die Krankenkassen zum Abschluss von Hausarztverträgen. Weigeldt beklagte „permanente Rechtsstreitigkeiten“ über die Anwendung des Paragrafen 73 b SGB V. Darüber müsse man reden.
© Stü/aerzteblatt.de
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