Frankfurt/M. – Rund 1,5 Millionen Euro an Schadensersatzforderungen wegen Falschabrechnungen haben die Ersatzkassen in Hessen zwischen dem vierten Quartal 2009 und dem dritten Quartal 2010 durchgesetzt.
Das berichtet heute die Landesvertretung des Bundeslandes. „Fast alle Leistungserbringer rechnen ihre Leistungen korrekt ab. Gegen einzelne ,Schwarze Schafe´, die sich zu Unrecht auf Kosten der Beitragszahler bereichern, müssen wir jedoch weiter scharf vorgehen“, sagte Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen.
Die „Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen der Ersatzkassen in Hessen“, die sich mit der Überprüfung auffälliger Leistungserbringer befasst, stellte vor allem Abrechnungsmanipulationen durch Pflegedienste, Heil- und Hilfsmittelerbringer, Apotheken, Ärzte und Anbieter von Dialyseleistungen fest.
„Bestätigt sich der Verdacht einer Abrechnungsmanipulation, dann fordern wir die finanzielle Wiedergutmachung des Schadens ein, der gegenüber der Versichertengemeinschaft entstanden ist. Zusätzlich erfolgt eine Meldung an die zuständige Staatsanwaltschaft, mit der wir eng zusammenarbeiten“, sagte Ackermann. Aber nicht jeder Verdacht bestätige sich und müsse am Ende zu einer Strafanzeige führen.
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.