Bundesärztekammer formuliert Forderungen für das Versorgungsgesetz
Mittwoch, 2. Februar 2011
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| Frank Ulrich Montgomery /dpa |
Berlin – Die Forderungen der Ärzteschaft an das neue Versorgungsgesetz hat die
Bundesärztekammer (BÄK) im Vorfeld ihres zentralen Fortbildungskongresses, des 35. Interdisziplinären Forums, in Berlin formuliert.
Neben den Ärzten, die sich intensiv fortbildeten, müsse „die Politik dafür sorgen, dass der medizinische Fortschritt bei den Patienten ankommt“, sagte der Vizepräsident der BÄK, Frank Ulrich Montgomery.
Er begrüßte Vorschläge aus der CDU/CSU-Fraktion, im Zuge des Versorgungsgesetzes regionale Steuerungsgremien unter Beteiligung der Ärztekammern für die Bedarfsplanung einzurichten. „Es ist unerlässlich, dass die Ärztekammern in diesen Gremien ihre Kernkompetenzen unter anderem in der Qualitätssicherung sowie bei der Aus-, Weiter- und Fortbildung im Sinne einer sektorübergreifenden Versorgungsplanung mit einbringen“, sagte er.
Das allein genüge aber nicht, um des Ärztemangels Herr zu werden. „Wir brauchen mehr Stellen in den Kliniken, Abbau von Überstunden und Bürokratie und endlich auch mehr Angebote für die Kinderbetreuung in den Krankenhäusern“, betonte Montgomery.
An dem Fortbildungskongress der BÄK nehmen Experten aus verschiedenen Fachbereichen der Medizin teil. Zu den Themen des Kongresses gehören die Möglichkeiten der genetischen Diagnostik. Auch wird der Frage nachgegangen, wie lebensgefährliche Infektionen in Krankenhäusern verhindert werden können und welchen Einfluss der Abbau von Fachpersonal auf die Verbreitung von Krankenhauskeimen hat.
Zudem informieren Experten über Autismus bei Kindern und Erwachsenen, über den Umgang mit seltenen Erkrankungen in der Patientenversorgung sowie über die Versorgungsstruktur von brandverletzten Patienten. „
Lebenslanges Lernen ist trotz hoher Arbeitsbelastung für die Ärzte eine Selbstverständlichkeit. Ohne regelmäßige Fortbildung ist eine sinnvolle ärztliche Tätigkeit bei der rasanten Entwicklung der Medizin gar nicht vorstellbar“, sagte der Vorsitzender des Deutschen Senats für ärztliche Fortbildung der BÄK, Franz-Joseph Bartmann.
© hil/aerzteblatt.de
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