Politik

Organspende: Rösler für freiwillige Erklärung

Mittwoch, 2. Februar 2011

Düsseldorf – Bundes­gesund­heitsminister Philipp Rösler (FDP) hat sich für eine freiwillige Willensbekundung zur Organspende ausgesprochen. „Bei der Organspende darf es keinen Zwang geben. Dafür ist die Entscheidung ethisch zu sensibel“, sagte er der Rheinischen Post vom Mittwoch in Düsseldorf.

Sinnvoll sei es, die Bereitschaft zur Organspende auf der elektronischen Gesundheitskarte des Versicherten zu speichern, die dann nur von Ärzten einsehbar sei.

Damit unterstützte Rösler Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU), der sich ebenfalls für eine freiwillige Erklärung aussprach. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hingegen hat die Möglichkeit ins Gespräch gebracht, dass sich jeder Bürger für oder gegen die Bereitschaft zur Organspende entscheiden muss.

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Rösler forderte außerdem sogenannte Transplantationsbeauftragte in den Krankenhäusern. Diese sollten als Berater zur Verfügung stehen und sich gezielt um das Thema kümmern. „Das Beratungsangebot für Angehörige, die trotz der Trauer um einen Menschen so eine schwierige Aufgabe wie die Freigabe der Organe fällen müssen, muss erweitert werden“, so der Minister. © kna/aerzteblatt.de

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Gromer
am Donnerstag, 3. Februar 2011, 00:08

Gesunheitskarte ...

Aha, wir suchen also immer noch die "Killerapplikation" für diese schwachsinnige Karte. Nachdem der Notfallausweiss von praktisch tätigen Notfallmedizinern abgeschossen wurde und auch die Einsparstory mit eRezept keiner mehr glaubt sollte diese digitale Atombombe (Thema: Datenschutz und vor allem -sicherheit) endlich beerdigt werden.

Bei der Organspende finde ich, das man es jedm Menschen zumuten kann, sich zumindest einmal Gedanken dazu zu machen und dann aktiv ja oder nein zu sagen. Ein kleiner Ausweiss im Geldbeutel und idealerweise die Info an die nächsten Angehörigen in "guten Zeiten" ist nicht zu viel verlangt.
Wer schon einmal im Krankenhaus die Situation hatte ein unerwarteten (Hirn)Todesnachricht zu überbringen und dann wegen des Zeitdrucks gleich nach den Organen fragen zu "dürfen" weiss wie ...eisse das ist.
polmu
am Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:43

Nur wer sich als Organspender verpflichtet

soll später im Bedarfsfalle auch zum kreise der Empfänger gehören (und natürlich diejenigen, die bereits transplantationbedürftig sind),. Das erhöht zwar nicht die ZAhl der Spender, reduziert aber im Gegenzug die Zahl der potentiellen Empfänger. Ganz einfach und völlig freiwillig!
tommi6727
am Mittwoch, 2. Februar 2011, 21:05

Wer fragt die Betroffenen ?

Warum wird noch über das einsetzen
von Transplantationsbeauftragten diskutiert.
Diese hätten schon längt in jeder Klinik tätig
Sein könnte, ungeachtet der Ergebnisse
aus den zahlreichen Gesprächen die seit
Jahrzehnten geführt werden......
Sorry aber manch ein betroffene hat nicht
so viel Zeit um auf die Ergebnisse ,solcher
Diskussionen zu warten.....es sind doch schon, für
beide Seiten akzeptable Vorschläge gemacht worden....!!
Fangt doch endlich damit an zu handeln....uns Betroffenen
läuft die Zeit davon ....handeln nicht reden..!
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