Arzneimittelkommission fordert mehr herstellerunabhängige Studien
Montag, 7. Februar 2011
Berlin – Mehr herstellerunabhängige Studien, um den Nutzen von neuen Arzneimitteln für die Patienten besser zu ermitteln, hat die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ) gefordert. „Die öffentliche Hand muss verstärkt Gelder für solche nichtkommerziellen Studien zur Verfügung stellen und unnötige Bürokratie abbauen“, sagte der Vorsitzende der AkdÄ, Wolf-Dieter Ludwig, bei einem Symposium der AkdÄ im Rahmen des 35. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer (BÄK) in Berlin. Mit dem Symposium feierte die Kommission ihr 100jähriges Bestehen.
Der Berliner Onkologe verwies auf die Regelungen des jüngsten Arzneimittelgesetzes (AMNOG). Das Gesetz sieht vor, dass Hersteller für alle Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen sofort bei der Markteinführung Nachweise über den Zusatznutzen für die Patienten vorlegen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss entscheidet, ob ein neues Arzneimittel einen Zusatznutzen hat und unter welchen Voraussetzungen es verordnet werden darf. Krankenkassen und Hersteller können dann einen am Zusatznutzen orientierten Preis festsetzen. „Wir sollten uns aber nicht allein darauf verlassen, was die Hersteller an Ergebnissen für die Frühbewertung liefern“, sagte Ludwig.
Leipzig – Die Bundesregierung drängt auf rasche Aufklärung von Medikamententests westdeutscher Pharmakonzerne an DDR-Bürgern. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) forderte am Freitag die...
Jena – Zur Aufklärung der umstrittenen Arzneimitteltests an DDR-Patienten hat das Universitätsklinikum Jena eine Arbeitsgruppe gegründet. Sie soll untersuchen, ob und in welchem Umfang Jenaer...
Berlin – Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat Aufklärung über Medikamententests westdeutscher Pharmakonzerne an DDR-Bürgern gefordert. „Ich begrüße, dass das für die Aufarbeitung von...
Halle – Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Bergner (CDU), fordert eine vollständige Aufklärung gefährlicher Medikamententests westlicher Firmen in der DDR. „Die vorliegenden Fakten...
Köln – Eine europäische Initiative von Forschern und Institutionen, die einen offenen, vollständigen und zeitnahen Zugang zu den Daten von klinischen Studien fordern, kommt in die entscheidende Phase:...
Berlin – Wie klassische Patientenakten von Studienteilnehmern elektronisch archiviert werden könnten, haben Wissenschaftler verschiedener Institutionen in einem gemeinsamen Positionspapier umrissen....
Berlin – Einen überarbeiteten Entwurf der sogenannten Deklaration von Helsinki hat der Weltärztebund im Internet zur öffentlichen Diskussion freigegeben. Die Deklaration gilt weltweit als ethischer...
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.