Minister planen Maßnahmen gegen Pflegekräftemangel
Dienstag, 8. Februar 2011
Berlin – Angesichts des wachsenden Bedarfs an Pflegekräften plant die Bundesregierung Gegenmaßnahmen. Am Dienstag trafen sich dazu die Bundesminister Philipp Rösler (Gesundheit), Kristina Schröder (Familie) und Ursula von der Leyen (Arbeit), wie es aus Regierungskreisen hieß. Weitere Gespräche mit Bildungsministerin Annette Schavan und Ländervertretern sowie Verbänden seien geplant. Einen konkreten Zeitplan gebe es noch nicht.
Das Statistische Bundesamt prognostiziert, dass in 15 Jahren etwa 152.000 Pflegekräfte fehlen werden. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) spricht sogar von einem Bedarf von 250.000 Altenpflegern bis 2020. Rösler hatte bereits nach einem Treffen mit Experten im Dezember Gegenmaßnahmen angekündigt.
So soll die Ausbildung von Kranken- und Altenpflegern vereinheitlicht werden. Um junge Leute für den Beruf zu begeistern und ältere in der Pflege zu halten, setzt Rösler auf altersgerechte Arbeitsplätze, Hilfe in seelisch belastenden Situationen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie bessere Bezahlung. Von der Leyen hat darüber hinaus für die Lockerung der Zuwanderungsregeln für Pflegekräfte geworben. © dapd/aerzteblatt.de
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