Berlin - Babyfläschchen dürfen hierzulande nicht mehr die umstrittene Chemikalie Bisphenol A enthalten. Das Verbot gilt ab dem 1. März, wie das Bundesverbraucherschutzministerium in Berlin am Freitag mitteilte. Für bereits hergestellte Fläschchen gelte eine Übergangsfrist von
drei Monaten. Das hormonell wirkende Bisphenol A wird unter anderem für Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Sexualentwicklung sowie Prostata- und Brustkrebs verantwortlich gemacht.
Bereits jetzt gibt es schon viele Babyprodukte ohne die Chemikalie, wie das Ministerium in Berlin betonte. Sie seien mit dem Hinweis "bpa-frei" oder "bpa free" gekennzeichnet. Glasflaschen seien grundsätzlich frei von Bisphenol A.
Deutschland setzt mit dem Verbot eine Anordnung der EU-Kommission um. Gesundheitsexperten der Mitgliedstaaten hatten sich Ende November geeinigt, die Herstellung von Babyfläschchen mit Bisphenol A ab März zu verbieten. Verbraucherschützer fordern, den Stoff auch aus anderen Alltagsprodukten zu verbannen.
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