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Ärzteschaft

Nur fünf Prozent der Mediziner wollen Landarzt werden

Montag, 14. Februar 2011

Berlin – Ein Leben als Landarzt reizt nur wenige Mediziner: Nur fünf Prozent der Ärzte können sich vorstellen, eine Praxis auf dem Land zu eröffnen. Im Falle der Selbstständigkeit ziehen die Ärzte die Stadt vor. 42 Prozent würden sich in einer Großstadt niederlassen, 36 Prozent in einer Kleinstadt. Das ergab eine repräsentative Infratest-Umfrage unter 300 niedergelassenen und angestellten Ärzten, die der Welt  vorliegt. 

Neun von zehn Medizinern rechnen damit, dass zukünftig in ländlichen Gebieten ärztlicher Nachwuchs fehlen wird. Attraktiver als eine Praxis auf dem Dorf ist die Arbeit im Ausland: Von den Ärzten, die eine berufliche Änderung planen, zieht es ein Drittel ins Ausland.

Jeder dritte Arzt ist der Umfrage zufolge mit seiner beruflichen Situation unzufrieden. Während allerdings nur jeder vierte Krankenhausarzt sagt, er sei weniger oder nicht zufrieden, ist es bei den niedergelassenen Ärzten fast jeder zweite (44 Prozent). 

Auch bei den Gründen für die Unzufriedenheit gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Ärztegruppen. Niedergelassene Ärzte klagen vor allem über den bürokratischen Aufwand durch gesetzliche Regelungen (54 Prozent) und über stagnierende Verdienste oder einen Rückgang der Einnahmen (46 Prozent).

Dagegen kritisieren Krankenhausärzte an erster Stelle lange Arbeitszeiten und eine hohe Arbeitsbelastung. Zwei Drittel der Klinikmediziner nannten dies als Hauptgrund für die Unzufriedenheit.

© kna/aerzteblatt.de

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