Ausland

EU-Kommissar: Umgang mit Stammzellen ist Sache der EU-Staaten

Dienstag, 15. Februar 2011

Straßburg – Die EU hat nach Einschätzung von Gesundheits­kommissar John Dalli keine Kompetenzen, den Umgang von Mitgliedstaaten mit Stammzellen aus Nabel­schnurblut zu harmonisieren.

Es sei alleinige Sache der einzelnen Länder zu ent­scheiden, ob sie in diesem Bereich forschen wollen, sagte Dalli am späten Montagabend im Europaparlament in Straß­burg. Wenn sie sich dazu entschlössen, müssten sie aber die EU-Richtlinien für Sicherheit und Qualität von menschlichen Zellen und Gewebe einhalten. 

Der CDU-Europaabgeordnete und Bioethikexperte Peter Liese regte an, den Aufbau von Blutbanken für Stammzellen aus Nabelschnurblut öffentlich zu fördern. Die liberale Abgeordnete Frederique Ries beklagte, derzeit werde nur rund ein Prozent des Nabelschnurblutes konserviert. Die EU-Kommission solle die Mitgliedstaaten auffordern, Informationskampagnen auf den Weg zu bringen, damit die Eltern das Nabelschnurblut spenden. 

In Frankreich hatte zuletzt die Geburt eines Kindes Aufsehen erregt, von dem sich Mediziner die Heilung eines älteren Geschwisterkindes versprechen. Ähnliches Vorgehen hatte es bereits zuvor in den USA, Großbritannien, Belgien und Spanien gegeben.

Der Embryo war bei der künstlichen Befruchtung gezielt ausgewählt worden, weil seine Erbanlagen dafür geeignet waren. Aus seinem Nabelschnurblut sollen Stammzellen für eine Transplantation bei dem Geschwisterkind gewonnen werden. © kna/aerzteblatt.de

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