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Verbände wollen ambulante Versorgung Sterbenskranker verbessern

Mittwoch, 16. Februar 2011

Berlin – Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) wollen die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen im vertrauten häuslichen Umfeld verbessern. Sie gründeten am Mittwoch in Berlin die Arbeitsgemeinschaft Ambulante Palliativversorgung (AG APV). Ihr sollen Experten aus allen wichtigen Fachbereichen angehören.

Ziel der neuen Arbeitsgemeinschaft sei es, die Versorgung der Sterbenskranken durch Hausärzte und Pflegedienste, aber auch durch die neugebildeten spezialisierten Teams zur ambulanten Versorgung fachlich zu unterstützen und Impulse zum weiteren Ausbau zu geben.

Beraten werden etwa Fragen zur Pflege, zur Versorgung mit Medikamenten in Notfallsituationen, zu Qualitätssicherung, Kosten und Finanzierung. Angestrebt wird ein enger Kontakt zur Politik.
 

Die Palliativ-Experten verweisen darauf, dass sich die meisten Menschen wünschten, in den eigenen vier Wänden sterben zu können. Bislang sei das allerdings nur etwa bei 30 Prozent der Fall. In Regionen, in denen die ambulante Versorgung bereits umfassend ausgebaut worden sei, sei dies aber schon für bis zu 80 Prozent der Betroffenen möglich.

Seit 2007 besteht für alle Versicherten ein Rechtsanspruch auf die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV). Dafür sind in den meisten Bundesländern inzwischen Strukturen aufgebaut worden, eine Flächendeckung ist aber bei weitem noch nicht erreicht.

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© afp/aerzteblatt.de

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