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Nondopaminerges Medikament verbessert Parkinson-Sympto­matik

Mittwoch, 16. Februar 2011

Tampa – Preladenant, ein nondopaminerges Medikament, reduziert die OFF-Time bei Patienten mit einem Morbus Parkinson. Es beugt also Symptomen wie Langsamkeit, Tremor und Steifheit vor. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Robert Hauser von der University of South Florida in einer doppelblinden, randomisierten Studie. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Lancet Neurology (doi:10.1016/S1474-4422(11)70012-6).

Bei Morbus Parkinson gehen die dopaminproduzierenden Zellen des Gehirns zugrunde und verursachen so Symptome wie Tremor, Steifheit, Langsamkeit und Balance-Probleme.

Zurzeit verfügbare Medikamente, die die Parkinsonsche Krankheit behandeln, erhöhen entweder die Dopaminkonzentration im Gehirn oder stimulieren direkt die Dopaminrezeptoren des Gehirns. Preladenant hingegen ist ein nondopaminerges Medikament, das an den Adenosin A2A Rezeptor in den motorischen Kontrollgebieten des Gehirns andockt.

Es könnte Vorteile gegenüber dopaminergen Medikamenten haben, einschließlich weniger Nebenwirkungen. Die Ergebnisse der Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Preladenant eine neue ergänzende Behandlung für die Parkinsonsche Krankheit, ohne die Komplikationen, die durch Levodopa und andere Standarddopamine-Therapien entstehen, darstellen könnte.

„Das könnte die Lebensqualität der Patienten verbessern“, sagte Hauser. Nach ein paar Jahren hätten die viele Patienten damit zu kämpfen, dass die ihre Parkinsonmedikamente nicht mehr so gut wirkten wie zu Therapiebeginn. Die Studie zeige, dass Preladent die sogenannte OFF-Time reduziere und die Motorik verbessere.

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Die Wissenschaftler bewerteten die Sicherheit und Wirksamkeit einer Reihe von Dosen von Preladenant bei 253 Patienten, deren Levodopa-Therapien keinen ausreichenden Erfolg mehr zeigten. Die Patienten erhielten außerdem andere Parkinson-Medikamente wie Dopaminagonisten.

Die zwölfwöchige Studie zeigte, dass das Hinzufügen von fünf und zehn Milligramm Preladenant zweimal täglich bedeutsam die OFF-Time reduzierte, also die Zeit in der bei den Patienten motorische Symptome wie Steifheit, Langsamkeit, Unbeweglichkeit und Tremor, wieder auftraten.

Bei der Placebo-Gruppe zeigten sich keine vergleichbaren Effekte. Außerdem verlängerte Preladenant signifikant die ON-Time, also die Zeit, in der die Patienten symptomfrei waren. © hil/aerzteblatt.de

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