Gesundheitsökonom mahnt Änderungen bei Kassenleistungen an
Donnerstag, 24. Februar 2011
Berlin – Angesichts der Finanzlage und des zunehmenden Fachkräftemangels im Gesundheits- und Pflegebereich hat der Kieler Gesundheitsökonom Fritz Beske erneut Änderungen bei den Kassenleistungen angemahnt.
„Der Zeitpunkt ist nicht mehr fern, zu dem es weder möglich ist, den bisherigen Leistungsumfang in Gesundheit und Pflege zu finanzieren noch die heutigen Leistungen durch Fachkräfte zu erbringen“, erklärte Beske heute bei der Vorstellung einer neuen Studie des nach ihm benannten Instituts für Gesundheits-System-Forschung-Kiel in Berlin.
Er verwies darauf, dass Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie die Zahl der Demenzkranken in den kommenden Jahrzehnten rapide zunehmen werden. Auch die Zahl der Pflegebedürftigen werde bis 2050 von 2,25 Millionen auf schätzungsweise 4,5 Millionen steigen. Auf der anderen Seite fehlten bis 2025 schätzungsweise bereits 152.000 Pflegekräfte.
In dieser Situation stünden alle Leistungen von der ambulanten über die stationäre Versorgung bis hin zur Pflege beim Ringen um begrenzte Finanzmittel und Fachkräfte „in Konkurrenz zueinander“, erklärte Beske. Deshalb müsse auch über die Rationierung, also die Streichung von Leistungen, diskutiert werden.
Auch die Priorisierung, also eine bestimmte Rangfolge ärztlicher Leistungen, darf nach Ansicht des Gesundheitsökonomen kein Tabu sein. Die Priorisierung von Leistungen ist in der Gesundheitspolitik seit längerem umstritten.
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Der Gedanke ist ja richtig. Allerdings wird hier in Deutschland das Kind erst wieder in den Brunnen fallen müssen. Dann ist das Geschrei wieder riesengroß und alle selbsternannten Expertendeppen hauen sich wieder gegenseitig die Rübe ein.
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