Ausland

EU-Vertreter verhandeln über Klonverbot von Tieren

Freitag, 25. Februar 2011

Brüssel/Meschede - Das Europäische Parlament (EP) stemmt sich weiterhin vehement gegen die Forderung der Europäischen Kommission und des Ministerrates, Nachkommen geklonter Tiere und deren Produkte in der Europäischen Union zuzulassen. Darauf wies Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher der größten Fraktion (EVP/Christdemokraten) im EP hin.

Die Europäischen Institutionen streiten sich bereits seit Jahren über die Frage, wie mit dem Klonen von Tieren zu Lebensmittelzwecken umgegangen werden soll. Entsprechende Vorschriften sollen Eingang in die EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel finden. In den kommenden Tagen soll es hierzu ein Vermittlungsverfahren geben. 

„Das Europäische Parlament hat sich seit 2008 konsequent und stets mit großer Mehrheit für ein Verbot des Klonens und für ein Verbot der Vermarktung von Fleisch und Milch geklonter Tier und ihrer Nachkommen ausgesprochen“, so Liese. Die EU-Kommission und der Ministerrat haben sich wiederum stets gegen eine solch umfassende Lösung gewehrt.

Im Oktober vergangenen Jahres erzielte das Parlament einen Teilerfolg: EU-Verbraucherschutzkommissar John Dalli kündigte an, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, der das Klonen von Tieren zu Nahrungsmittelzwecken ebenso verbieten soll wie die Vermarktung von Fleisch und Milch dieser Tiere.  

Der Vorschlag der Kommission hat nach Aussage von Liese allerdings einen entscheidenden Haken. Zwar dürfe das Fleisch von geklonten Tieren selbst nicht vermarktet werden, allerdings die Nachkommen von Klonen und deren Produkte. „Wenn man die Klontechnik wirklich verhindern will, muss man auch eine Regelung für die Nachfolgegeneration finden“, kritisiert Liese. © ps/aerzteblatt.de

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