Medizin

Herzmuskel bei der Maus regenerierbar

Freitag, 25. Februar 2011

Dallas – Nicht nur bei Amphibien und einigen Fischen können sich Organe neu bilden. US-Forscher zeigen in Science (2011; 311: 1078-1080), dass auch das Herz von Mäusen in den ersten Tagen nach der Geburt zur Regeneration in der Lage ist. Diese Entdeckung dürfte die Suche nach den verantwortlichen Genen vorantreiben. Perspektiven für die Behandlung von Myokardschäden beim Menschen erscheinen möglich.

Die Gruppe um Eric Olson vom Southwestern Medical Center in Dallas hatte bei neugeborenen Mäusen 15 Prozent des Herzmuskels chirurgisch entfernt. Innerhalb von drei Wochen erreichte das Herz wieder eine normale Größe.

Die Pumpleistung hatte sich bereits nach 2 Wochen erholt, wie kardiosonographische Untersuchungen ergaben. Diese phänomenale Fähigkeit zur Regeneration ging allerdings schnell verloren. Bereits bei eine Woche alten Tieren misslang das Experiment.

Olson vermutet, dass der Verlust zur Regeneration keine Alterungserscheinung ist, sondern eine aktive Leistung der Zellen, die mit dem Abschalten von Genen verbunden ist. Wo Gene abgeschaltet werden, könnte es auch möglich sein, diese später wieder anzuschalten.

Beim Menschen könnte eine solche Therapie, die etwa durch micro-RNA-Moleküle möglich wäre, nach einem Herzinfarkt sinnvoll sein. Bislang setzt die Forschung hier auf die Aktivierung von Stammzellen, allerdings mit begrenzten Erfolgen. Die Bedeutung der jetzigen Entdeckung kann deshalb kaum überschätzt werden, auch wenn niemand vorhersagen kann, ob sich daraus einmal therapeutische Anwendungen ergeben werden. © rme/aerzteblatt.de

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