FDA: Doch kein Herzinfarktrisiko durch Abacavir
Mittwoch, 2. März 2011
Rockville/Maryland – Mitte 2008 hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA auf ein möglicherweise erhöhtes Herzinfarktrisiko unter der Therapie mit dem HIV-Medikament Abacavir hingewiesen. Eine aktuelle Meta-Analyse der FDA, die jetzt auf der 18. Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI) in Boston vorgestellt wurde, scheint diesen Verdacht zu entkräften.
Der Verdacht hatte sich auf mehrere Beobachtungsstudien und eine randomisierte klinische Untersuchung gestützt. Die Rede war von einem um 90 Prozent erhöhten Herzinfarktrisiko. Die aktuelle Meta-Analyse stützt sich auf die Auswertung von 26 randomisierten klinischen Studien mit 9.832 Teilnehmern.
Sie ergab kein erhöhtes Risiko mehr. Auch in mehreren Sensitivitäts-Analysen, in denen verschiedene Patienteneigenschaften variiert wurden, ergab sich kein Hinweis, dass Abacavir einen Herzinfarkt auslösen könnte.
© rme/aerzteblatt.de
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