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Neue Regelungen bei Schmerzmitteln für Schwerstkranke

Mittwoch, 2. März 2011

Berlin – Schwerstkranke sollen besser mit Schmerzmitteln versorgt werden. Das Bundeskabinett beschloss nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch entsprechende Änderungen im Betäubungsmittelrecht.

Dadurch soll es demnach unter anderem künftig möglich sein, in Hospizen Notfallvorräte an Betäubungsmitteln anzulegen. Dadurch würden die Voraussetzungen für eine unverzügliche Schmerzmittelbehandlung in Akutsituationen verbessert. Zudem soll schwerkranken Patienten der Zugang zu „cannibashaltigen Fertigarzneimitteln” ermöglicht werden.

Der Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, kritisierte, die Änderung greife „zu kurz”. Es sei zwar zu begrüßen, dass damit den 23.000 Patienten in den bestehenden Hospizen ein patientenunabhängiger Schmerzmittelvorrat zur Verfügung stehe.

Es fehle jedoch für die 700.000 Patienten in rund 11.000 Pflegeheimen weiterhin eine gleichlautende Regelung, erklärte Brysch. Es könne nicht sein, dass den Pflegebedürftigen in den Heimen der gleichwertige Zugang zur Schmerzversorgung vorenthalten werde. © afp/aerzteblatt.de

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pille007
am Montag, 7. März 2011, 21:40

Neue Regelungen bei Schmerzmitteln für Schwerstkranke

Vielleicht sollte überlegt werden welche Möglichkeiten der Akut-Schmerzversorgung, in welchem Gebiet bereits vorhanden sind, ohne riesiege Lagerbestände in jeden Heim anlegen zu müssen und zu "verwalten".
Es gibt Städte wo es bereits gut funktionierende "ambulante Versorgungssysteme" gibt. Jede zusätzliche "Verwaltungsarbeit" kostet wertvolle Zeit am Patienten!
promisit
am Donnerstag, 3. März 2011, 16:29

Für alle Patienten muss die Versorgung möglich sein

In Kliniken, Pflegeheimen, Altenheimen und Hospizen muss eine adäquate Schmerztherapie für alle bedürftigen Patienten möglich sein. Missbrauch ist jedoch absolut zu erwarten. Somit muss eine sichere Verwaltung der BTM geschaffen werden. Im privaten Bereich muss der Hausarzt die Medikation überwachen. Doch selbst dies ist fast unmöglich. Selbst erlebt: 60jährige bosnische Krebspatientin fährt in die Heimat zum Besuch. Nach Rückkehr kommt der Ehemann in die Praxis: "Brauche alles neu, alles verloren auf Fahrt,dringend, viel Schmerzen." - Neues Rezept...neue Medikamente...
Thelber
am Mittwoch, 2. März 2011, 22:40

Das Argument für die "armen Pflegeheime" verstehe ich nicht ganz.

Für Pflegeheime ist der (notfalls Notdienst tuende) niedergelassene Arzt und die (notfalls diensthabende) Apotheke zuständig. Den beiden sollte es bei etwas gutem Willen möglich sein, die Versorgung auch im Schmerznotfall sicher zu stellen.

Ansonsten kann man als Arzt ja vielleicht auch ein paar Tage in die Zukunft denken ...
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