Ausland

Indiens Oberstes Gericht lehnt aktive Sterbehilfe ab

Montag, 7. März 2011

Neu Delhi – Indiens Oberster Gerichtshof hat den Antrag einer todkranken Frau auf aktive Sterbehilfe abgelehnt. Es gebe im indischen Recht dafür keine Grundlage, urteilten die Richter am Montag in Neu Delhi. Ausdrücklich erklärten sie jedoch passive Sterbehilfe unter „bestimmten Bedingungen und mit Zustimmung eines Gerichts“ für rechtens. 

Den Antrag auf aktive Sterbehilfe hatte der Bürgerrechtler Pinki Virani im Namen seiner Freundin Aruna Shanbaug gestellt. Die heute 60 Jahre alte Frau befindet sich seit 37 Jahren in einem andauernden vegetativen Zustand. 

Die ehemalige Krankenschwester war nach einer brutalen Vergewaltigung im November 1973 an ihrem Arbeitsplatz in einem Hospital in Bombay (Mumbai) ins Koma gefallen, aus dem sie nicht mehr erwachte. Der Täter hatte sie während der Vergewaltigung mit einem Strang gewürgt; dadurch wurde für eine gewisse Zeit die Sauerstoffversorgung des Gehirns unterbrochen. Seitdem wird die Frau von den Ärzten und Krankenschwestern des Hospitals gepflegt. © kna/aerzteblatt.de

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