Politik

Kauder warnt bei PID

Montag, 14. März 2011

Hamburg – Vor der ersten Debatte des Bundestages zur Präimplantationsdiagnostik (PID) am Donnerstag hat Unions-Fraktions-Chef Volker Kauder seine Forderung nach einem Verbot der umstrittenen Methode bekräftigt. „Mit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle fängt menschliches Leben an - und menschliches Leben darf weder manipuliert noch selektiert werden“, sagte Kauder dem Hamburger Abendblatt vom Montag.

„Die Befürworter von PID geben an, dass dieses Verfahren nur bei schweren Erbkrankheiten angewendet werden soll. Ich glaube jedoch nicht, dass es dabei bleibt“, betonte Kauder. „Wenn wir PID erst einmal zulassen, kann das dramatische Konsequenzen haben.“ Man würde einen schleichenden Prozess erleben, in dessen Verlauf irgendwann nach ganz anderen Gesichtspunkten als nach schweren Gendefekten selektiert werden würde.

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Die forschungspolitische Sprecherin der Grünen, Krista Sager, nannte ein PID-Verbot „nicht gerecht und verhältnismäßig“. PID sei bei betroffenen Paaren oft die letzte Chance auf ein gesundes Kind oder überhaupt ein Kind, sagte sie der Zeitung. 

Mit Blick auf die anstehende Diskussion im Bundestag sagte die Grünen-Politikerin: „Debatten, bei denen nach eigenen Moralvorstellungen und nach eigenem Gewissen abgestimmt werden kann, gehören erfahrungsgemäß zu den Sternstunden des Parlamentarismus.“ Sager betonte: „Das erwarte ich für den kommenden Donnerstag auch.“ © dapd/aerzteblatt.de

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