Mainz – Ein „Institut für Molekulare Biologie gGmbH“ (IMB) hat die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz eröffnet. Es wird aus privaten und öffentlichen Geldern finanziert. Während die Boehringer Ingelheim Stiftung den wissenschaftlichen Betrieb des IMB mit 100 Millionen Euro für zehn Jahre fördert, hat das Land Rheinland-Pfalz 45,5 Millionen Euro für den Bau des Instituts bereitgestellt.
„Dank der großzügigen Unterstützung der Boehringer Ingelheim Stiftung hat Rheinland-Pfalz mit dem Institut für Molekulare Biologie ein neues Aushängeschild gewonnen“, sagte Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) zeigte sich von der Zukunftsfähigkeit des neuen Forschungszentrum überzeugt: „Das IMB ist nicht nur in Rekordzeit entstanden. Es verspricht auch, ein weltweiter Leuchtturm für Grundlagenforschung an der Nahtstelle zwischen Biologie und Medizin zu werden“, sagte sie.
Am Institut für Molekulare Biologie soll vor allem in drei Bereichen geforscht werden: Die molekulare Entwicklungsbiologie untersucht, wie Gene den komplexen Vorgang steuern, in dem sich eine befruchtete Eizelle zu einem erwachsenen Organismus entwickelt.
Die relativ junge Disziplin der Epigenetik erforscht, wie Gene selbst gesteuert, also in bestimmten Zellen an- oder abgeschaltet werden, und wie sich die Genaktivität im Alter oder bei Krankheiten ändert. Die DNA-Reparatur schließlich sucht Antworten auf die Frage, wie körpereigene Mechanismen Schäden in der DNA reparieren, die beispielsweise zu Krebs führen können.
„Am IMB stehen modernste Technologien und Einrichtungen zur Verfügung, die es unseren Wissenschaftlern erlauben, auf internationalem Spitzenniveau zu forschen“, sagte Christof Niehrs, der Gründungsdirektor des Instituts.
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