Lauterbach legt Fischer Rückzug aus SPD-Vorstand nahe
Freitag, 18. März 2011
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| Karl Lauterbach /dpa |
Frankfurt/Main – Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Karl Lauterbach, legt der künftigen Pharmalobbyistin Birgit Fischer den Rückzug aus dem SPD-Vorstand nahe. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass Birgit Fischer in der neuen Funktion noch Wert auf ihr Amt im Parteivorstand legen wird“, sagte Lauterbach der
Frankfurter Rundschau vom Freitag.
Fischer leitet bisher die größte gesetzliche Krankenversicherung Barmer/GEK und soll ab Mai als Hauptgeschäftsführerin des
Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller arbeiten. Die ehemalige nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin ist seit 2001 Mitglied im SPD-Vorstand.
Lauterbach sagte zu dem Stellenwechsel: „Das ist eine ungewöhnliche Entscheidung, sowohl für Birgit Fischer als auch für die Pharmaindustrie.“ Deutschland habe deutlich überhöhte Arzneimittelpreise. „Das hat auch Birgit Fischer immer wieder eloquent vorgetragen. Ich gehe davon aus, dass sie bei dieser Haltung bleiben wird“, sagte Lauterbach.
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Fischer selbst hat sich mit dem Wechsel anscheinend schwer getan. „Ich werde die Führung dieses Verbandes übernehmen, auch wenn mir diese Entscheidung mit Blick auf die Gesundheitspolitik der Krankenkassen sehr schwer gefallen ist“, zitierte die Zeitung aus einem Brief Fischers an ihre bisherigen Mitarbeiter.
Die Rolle der Industrie sei in den vergangenen Jahren nicht immer hilfreich und konstruktiv gewesen. Nach wie vor gelte ihre Loyalität der
Barmer/GEK.
© dapd/aerzteblatt.de
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