London – Das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), das für den britischen National Health Service (NHS) Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Medikamenten prüft, hat die Indikation für Antidementiva deutlich ausgeweitet.
Die Alzheimer-Medikamente Aricept® (Wirkstoff: Donepezil), Reminyl® (Wirkstoff: Galantamin) und Exelon® (Wirkstoff: Rivastigmin) sind künftig bereits bei milden Erkrankungen erstattungsfähig. Bislang war dies erst bei mittelschweren Erkrankungen der Fall.
Außerdem darf künftig auch Ebixa® (Wirkstoff: Memantin) zulasten des steuerfinanzierten NHS verschrieben werden. Der Einsatz ist hier allerdings auf Patienten mit schwerer Erkrankung beschränkt. Bei mittelschwerer Demenz dürfen die Ärzte bei Kontraindikationen gegen die anderen Medikamente auf Memantin ausweichen.
Die Kehrtwende wird von NICE einmal durch die Ergebnisse neuer Studien begründet, die die Wirksamkeit besser als bisher belegen würden. Zum anderen scheinen die Hersteller durch ihre Gutachten die Behörde davon überzeugt zu haben, dass den hohen Kosten ein finanzieller Vorteil gegenüber steht.
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Schade nun werden die sinnlosen Medikamente doch bezahlt. Einen merkbaren Effekt kann man ja ausserhalb von pharmagesponserten Studien nicht feststellen.
Leserkommentare
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