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Neues Beratungsprogramm für Kinder kranker Eltern in Bayern

Montag, 28. März 2011

München – Professionelle Hilfe für das Gespräch mit Kindern über eine schwere Krankheit der Eltern bieten die AOK und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Bayern Familien mit einem schwer erkrankten Elternteil an.

„Wenn man eine schlimme Diagnose bekommen hat, steht man erst einmal unter Schock. In einer solchen Situation fällt es vielen Menschen schwer, die richtigen Worte zu finden, um den Angehörigen und besonders den eigenen Kindern zu erklären, was los ist“, sagte Ilka Enger, zweite stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV.

Die professionelle Beratung unterstütze Eltern bei einem offenen, kindgerechten Gespräch über die schwerwiegende Krankheit von Mutter oder Vater. Ein kurzer Info-Flyer und eine umfassende Broschüre geben erste Impulse für den richtigen Umgang mit dem Thema Krankheit.

In zwei Terminen entwickelt die Familie mit einem Therapeuten Gesprächskonzepte. Sollte sich daraus weiterer Beratungsbedarf ergeben oder sollten beim Kind bereits erste Verhaltensauffälligkeiten auftreten, sind bis zu sechs weitere Beratungstermine vorgesehen.

„Ziel ist neben der Entlastung der erkrankten Eltern vor allem die Prävention von psychischen Störungen bei deren Kindern“, erläuterte Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern, das Engagement seiner Krankenkasse. © hil/aerzteblatt.de

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