Politik

PID-Debatte um weitere Woche verschoben

Freitag, 1. April 2011

Berlin – Die Bundestagsdebatte um die Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) ist erneut verschoben worden. Eigentlich sollte sie bereits vor zwei Wochen stattfinden. Wegen der Katastrophe in Japan wurde dann der kommende Donnerstag ins Auge gefasst. Nach Informationen aus Parlamentskreisen wird nun der 14. April für die Erste Lesung über die drei vorliegenden Gesetzentwürfe angestrebt. 

Bislang zeichnet sich weiterhin keine klare Mehrheit für oder gegen die begrenzte Einführung der umstrittenen Diagnostik ab. Allerdings haben sich bereits offenbar fast zwei Drittel der Abgeordneten für den einen oder anderen Regelungsvorschlag entschieden. 

Nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) liegen die strikten Gegner der PID um die Abgeordneten Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und Johannes Singhammer (CSU) sowie die Gruppe mit dem liberalsten Ansatz um Ulrike Flach (FDP) und Peter Hintze (CDU) mit jeweils rund 190 Unterschriften ungefähr gleich auf. Die zuletzt genannte Gruppe will die PID begrenzt zulassen, wenn mit einer Tot- oder Fehlgeburt zu rechnen ist, oder wenn die Eltern eine schwere Erbkrankheit weitergeben könnten. 

Der gegenüber diesem Ansatz etwas restriktivere dritte Gesetzentwurf der Abgeordneten Rene Röspel (SPD) und Priska Hinz (Grüne) soll inzwischen deutlich über 32 Unterschriften liegen, und damit auch über dem Quorum, das für eine Einbringung verlangt wird. Er sieht eine Zulassung der PID vor, falls mögliche Erbkrankheiten mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Tot- oder Fehlgeburt oder zum Tod im ersten Lebensjahr führen können. © kna/aerzteblatt.de

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