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Vaskuläre Risikofaktoren beeinflussen Alzheimererkrankung

Dienstag, 26. April 2011

Daping – Behandelt man hohen Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes mellitus und andere vaskuläre Risikofaktoren, kann das die Gefahr für eine Alzheimerdemenz senken. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Yan-Jiang Wang von dem Department of Neurology and Center for Clinical Neuroscience in Daping, China. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Neuroloy (doi: 10.1212/WNL.0b013e318217e7a4).

Die Wissenschaftler untersuchten 837 Menschen mit einer schwachen kognitiven Beeinträchtigung (MCI), dem Stadium des Gedächtnisschwunds, der häufig zu einer Alzheimerkrankheit führt. Von diesen Personen wiesen 414 mindestens einen vaskulären Risikofaktor auf.

Die Forscher entnahmen den Teilnehmern Blutproben, außerdem maßen sie den Blutdruck, den BMI und die Gedächtnis-Skills der Studienteilnehmer. Danach teilten sie die Studienteilnehmer mit vaskulären Risikofaktoren in drei Teilgruppen.

In einer der Gruppen behandelten die Forscher keinen der vorliegenden vaskulären Risikofaktoren, in einer zweiten Gruppe nur einen Teil der Risikofaktoren und in der dritten Gruppe wurden alle vaskulären Risikofaktoren behandelt. Dabei benutzten die Wissenschaftler Antihypertensiva, Insulin, cholesterinsenkende Medikamente und diätetische Kontrollmaßnahmen.

Nach fünf Jahren entwickelten 298 der Studienteilnehmer eine Alzheimerkrankheit. Die Personen mit Risikofaktoren wie einem hohen Blutdruck, Diabetes mellitus und einem hohen Cholesterinspiegel entwickelten mit zweifach erhöhter Wahrscheinlichkeit einen Morbus Alzheimer als diejenigen ohne vaskuläre Risikofaktoren. 52 Prozent der Personen mit Risikofaktoren entwickelten eine Alzheimerkrankheit, im Vergleich zu 36 Prozent derjenigen ohne Risikofaktoren.

Bei den Personen mit vaskulären Risikofaktoren entwickelten diejenigen, bei denen alle dieser Risikofaktoren behandelt wurden, mit 39 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit einen Morbus Alzheimer, als diejenigen ohne Behandlung. Bei den Personen, bei denen nur einige Risikofaktoren behandelt wurden, senkte sich die Wahrscheinlichkeit um 26 Prozent.

Insgesamt zeigten die Personen, bei denen eine medikamentöse Therapie ihres Bluthochdrucks, ihres Diabetes mellitus und des erhöhten Cholesterins erfolgte, also eine geringere Wahrscheinlichkeit eine Demenz zu erleiden, schlossen die Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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