Depression als Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Montag, 2. Mai 2011
Wiesbaden – Depressionen erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und für einen Diabetes mellitus. „Das belegen mehrere Studien. Allerdings ist der exakte pathophysiologische Mechanismus bislang nicht vollständig geklärt“, sagte Michael Deuschle vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.
Zum einen trügen typische Verhaltensweisen depressiver Patienten zur Entstehung von Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen bei. In Folge einer Depression bewegten sich die Betroffenen weniger und achteten meist auch weniger auf eine gesunde Ernährung. Zudem setze eine Depression Stress regulierende Systeme des Körpers in Gang. „Wir haben Hinweise darauf, dass diese Aktivierung unter anderem zu einer Insulinresistenz beiträgt, die eine der wesentlichen Ursachen des Diabetes Typ II ist“, so Deuschle.
Experten vermuten außerdem, dass die körpereigenen Stresssysteme die Variabilität der Herzfrequenz beeinflussen. Das Herz kann sich dadurch schlechter an Phasen der Ruhe und Phasen der Belastung anpassen. Zudem steigere der Stress die Aktivität der Blutgerinnung.
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