München – 99,3 Prozent der niedergelassenen Vertragsärzte und -psychotherapeuten in Bayern haben die Honorarabrechnung für das erste Quartal 2011 online eingereicht. Dies gab der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) heute in München bekannt.
„Diese beeindruckende Zahl zeigt deutlich, dass Bayerns Ärzte und Psychotherapeuten gegenüber Online-Services durchaus offen sind“, sagte der KVB-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Krombholz. Die Praxen stünden der Online-Welt also nicht generell skeptisch gegenüber, sondern nutzten diese sehr wohl, wenn es für den Arbeitsablauf sinnvoll sei.
Dies sei im Hinblick auf die kritischen Diskussionen um die elektronische Gesundheitskarte (eGK) eine wichtige Aussage. Offensichtlich sorgten sich die Ärzte und Psychotherapeuten beim Thema eGK in erster Linie um die Sicherheit der sensiblen Daten ihrer Patienten. Technikverweigerung spiele keine Rolle.
Für Ärzte und Psychotherapeuten, denen der Umgang mit Online-Services neu sei, hatte die KVB einen Beratungsservice eingerichtet. „Einige hundert Kollegen sind zu uns in die Bezirksstellen gekommen und haben dort gemeinsam mit einem KVB-Mitarbeiter ihre Abrechnungsdaten sicher an den zentralen Server übermittelt. Fast alle haben dabei festgestellt, wie einfach die Online-Abrechnung funktioniert“, sagte der KVB-Vize Pedro Schmelz.
Aber auch von den Praxen aus sei die Datenübertragung bayernweit nach höchsten Sicherheitsstandards abgelaufen, betonte Schmelz. Knapp 3.000 der rund 24.000 KVB-Mitglieder verfügten über einen Zugang via KV-SafeNet, mehr als 18.600 Ärzte und Psychotherapeuten verwendeten das von der KVB entwickelte Verfahren KV-Ident zur Authentifizierung. „Damit haben wir in Bayern nahezu flächendeckend sichere Kommunikationskanäle zwischen den Praxen und der KVB“, erklärte Schmelz.
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