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Lange Flaschenfütterung erhöht Risiko für Übergewicht

Freitag, 13. Mai 2011

Philadelphia – Die frühzeitige Intervention gegen Übergewicht sollte bereits im Kindesalter beginnen. So sollten Eltern beispielsweise ihre Kinder maximal bis zum zweiten Lebensjahr mit der Flasche füttern, um einem Übergewicht im Kindesalter vorzubeugen.

Wissenschaftler um Robert Whitaker von dem Center for Obesity Research and Education in Philadelphia veröffentlichten diese Ergebnisse ihrer Untersuchungen im Journal of Pediatrics (doi:10.1016/j.jpeds.2011.02.037).

Gooze und ihre Kollegen analysierten die Daten der Early Childhood Longitudinal Study, Birth Cohort. Insgesamt waren das die Daten von 6.750 Kindern. Sie untersuchten besonders den Zusammenhang zwischen einer Flaschenfütterung im Alter von 24 Monaten und anschließendem Übergewicht im Alter von 5,5 Jahren.

Von den beobachteten Kindern erhielten 22 Prozent im Alter von 24 Monaten noch Nahrung über die Flasche. Die Kinder erhielten diese im Laufe des Tages oder aber gegen Abend beim Zubettgehen.

Fast 23 Prozent der Flaschenkinder waren im Alter von 5,5 Jahren fettleibig, wohingegen nur 16,9 Prozent der Kinder ohne einen längeren Flaschenerhalt übergewichtig waren. Auch nach dem Abgleichen mit anderen Faktoren wie dem mütterlichen Gewicht, dem kindlichen Geburtsgewicht oder dem Essverhalten des Kindes im Säuglingsalter, zeigte sich dieser Zusammenhang zwischen dem Erhalt der Flasche und einem Übergewicht nach 5,5 Jahren.

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Ein 24 Monate altes Kind erhält mit seiner abendlichen Flaschennahrung etwa zwölf Prozent seines täglichen Kalorienbedarfs. Den Forschern zufolge ist das eine überflüssige Kalorienquelle, die das Risiko für Übergewicht im Kindesalter erhöht.

Das Entwöhnen der Kinder von der Flasche ab dem ersten Lebensjahr füge den Kindern keinen Schaden zu und könne einen positiven Einfluss auf ihre Gewichtsentwicklung haben, schlossen die Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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