Berlin – Der Verband Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen (BALK) sowie der Verband der PflegedirektorInnen der Unikliniken (VPU) machen sich dafür stark, das 2009 beschlossene dreijährige Förderprogramm Pflege um weitere zwei Jahre zu verlängern.
Laut den Verbänden hat das Programm den Abbau von Pflegestellen in den Krankenhäusern erfolgreich gestoppt. So wurden darüber allein in 2009 5.480 neue Stellen finanziert. Trotzdem konnten einer gemeinsamen Untersuchung zufolge bislang 18,3 Prozent der Kliniken das Programm überhaupt nicht, weitere 10,4 Prozent (2009), beziehungsweise 18,9 Prozent nur teilweise nutzen. Gründe dafür waren vor allem geplanter Stellenabbau, Planungsunsicherheiten sowie der zunehmende Fachkräftemangel in der Pflege.
Vor diesem Hintergrund forderte BALK-Vorsitzender Peter Bechtel „deutlich mehr Planungssicherheit für die Einrichtung von Pflegestellen sowie eine Verlängerung des Förderprogramms.
Ursprünglich sollten die Finanzierungsbeträge für neueingestelltes Pflegepersonal ab Januar 2012 in den geltenden Basisfallwert übernommen werden. „Die Umsetzung dieser Planung benötigt aber noch mehr Zeit“, verwies Bechtel. Derzeit könne der Pflegekomplexmaßnahmen-Score lediglich einen kleinen Teil des Leistungsgeschehens abbilden.
VPU-Vorsitzende Irene Maier plädierte indes dafür, die Fortsetzung des Förderprogramms daran zu koppeln, dass die Mittel zwingend im Pflegebereich eingesetzt werden. „Insbesondere Häusern, welche nicht genügend Fachkräfte bekommen können, muss es ermöglicht werden, Maßnahmen zur Entlastung der Pflege auf diese Weise zu finanzieren“, so die Verbandschefin.
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