Ärzteschaft

Ärzte in Rheinhessen wehren sich gegen Fluglärm

Mittwoch, 18. Mai 2011

Mainz – Ein komplettes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr am Frankfurter Flughafen fordert die Bezirksärztekammer Rheinhessen. „Gerade das erhöhte Flugaufkommen während der Osterferien hat wieder einmal gezeigt, unter welchen Lärmbelästigungen die Bevölkerung in Mainz und Rheinhessen leiden muss“, kritisiert deren Vorsitzender, Jürgen Hoffart.

Für das bislang „völlige Hinwegsetzen“ der Fraport AG über die Interessen und den Gesundheitsschutz der Bürger und die weitgehende Untätigkeit der Politik in der Vergangenheit habe die Kammer kein Verständnis. Sie fordere ein längeres Nachtflugverbot und ernstzunehmende Anstrengungen für einen aktiven Schallschutz, um Bürger vor krankmachenden Stressrisiken zu schützen.

Aus medizinischer Sicht sei unbestritten, „dass Lärm Stress und somit auch krank macht“, so Hoffart. Fluglärm erweise sich zunehmend als Stressfaktor und damit als gesundheitliches Risiko. Dies könne sich unter anderem in Schlafstörungen, in Herz-Kreislauf-Schäden und einer verminderten Leistungsfähigkeit äußern. © hil/aerzteblatt.de

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putzlappenteddy
am Mittwoch, 18. Mai 2011, 22:22

Stimmt!

Als Pfleger in der Uniklinik Mainz kann ich die Situation vollkommen verstehen.
Über dem Stadtteil, in dem ich wohne, fliegen die Flugzeuge derart tief, dass ich den Piloten schon fast ins Cockpit schauen kann. Und der Lärm ist vor allem bei den kurzen Dienstwechseln (Spätdienst/Frühdienst) echt hinderlich beim Ein- und Durchschlafen, was sich dann am nächsten Morgen zeigt, wenn man bei der Arbeit einfach unkonzentriert und müde ist, was auch die Fehlerquote deutlich erhöht.
Dass das die Betreiber von Fraport keineswegs interessiert und interessieren muss, war mir auch schon von vornherein klar. Schließlich wird Politik von der Wirtschaft gemacht und nicht von den Bürgern.
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