München – Die Ärzte und Psychotherapeuten in Bayern sollten wegen der Sicherheitslücke bei den Lesegeräten für die elektronische Gesundheitskarte derzeit auf deren Anschaffung verzichten. Das rät der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.
Er forderte die Gerätehersteller sowie die Betreibergesellschaft Gematik auf, die Schwachstelle umgehend zu beseitigen und auch künftige Sicherheitslücken aktiv anzugehen. Es dürfe auf keinen Fall sein, dass die Ärzte in den Praxen zu „Versuchskaninchen einer offensichtlich unausgereiften Technologie“ gemacht würden.
Die Frist, innerhalb derer eine finanzielle Förderung der Krankenkassen für die Anschaffung eines onlinefähigen Kartenterminals zu erhalten ist, laufe noch bis 30. September dieses Jahres. Deshalb gebe es für die Praxen keinen Grund, jetzt vor dem Hintergrund ungeklärter Sicherheitsfragen überstürzt zu agieren.
aerzteblatt.de |
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