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Ärzte sollen Anschaffung der Kartenlesegeräte verschieben

Donnerstag, 26. Mai 2011

München – Die Ärzte und Psychotherapeuten in Bayern sollten wegen der Sicherheitslücke bei den Lesegeräten für die elektronische Gesundheitskarte derzeit auf deren Anschaffung verzichten. Das rät der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

Er forderte die Gerätehersteller sowie die Betreibergesellschaft Gematik auf, die Schwachstelle umgehend zu beseitigen und auch künftige Sicherheitslücken aktiv anzugehen. Es dürfe auf keinen Fall sein, dass die Ärzte in den Praxen zu „Versuchskaninchen einer offensichtlich unausgereiften Technologie“ gemacht würden.

Die Frist, innerhalb derer eine finanzielle Förderung der Krankenkassen für die Anschaffung eines onlinefähigen Kartenterminals zu erhalten ist, laufe noch bis 30. September dieses Jahres. Deshalb gebe es für die Praxen keinen Grund, jetzt vor dem Hintergrund ungeklärter Sicherheitsfragen überstürzt zu agieren.

Die Schwachstelle in der Software der Lesegeräte habe den Vorstand der KVB auch dazu veranlasst, kurzfristig die ab morgen geplanten Informationsveranstaltungen in allen bayerischen Regionen abzusagen. „Erst muss wieder das Vertrauen geschaffen werden, dass die Technologie auch wirklich ausgereift genug ist, um in den Praxen zum Einsatz zu kommen“, hieß es aus dem KVB-Vorstand.

Zudem sei eine verbindliche Klärung notwendig, wer die Kosten dafür trage, Sicherheitsmängel im Zusammenhang mit der elektronischen Gesundheitskarte in jeder einzelnen Praxis zu beheben. © hil/aerzteblatt.de

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