Ärzteschaft

Ärzteschaft will Suizidbeihilfe eindeutig ausschließen

Montag, 30. Mai 2011

Passau – Deutschen Ärzten soll die Hilfe zur Selbsttötung für Sterbenskranke weiter streng verboten bleiben. Ein entsprechender Beschluss sei beim Ärztetag diese Woche in Kiel zu erwarten, sagte der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, am Sonntag. Spekulationen über einen Kurswechsel in dieser Frage und eine Lockerung des Berufsrechts seien falsch. Die Deutsche Hospiz Stiftung begrüßte die Einlassungen Montgomerys.

„Es gibt keine Korrektur, das ist durch einzelne Äußerungen in der Öffentlichkeit etwas falsch angekommen“, sagte Montgomery, der als Nachfolger von Jörg-Dietrich Hoppe als neuer Ärztepräsident kandidiert. „Die Ärzte sind gegen den ärztlich assistierten Suizid.“

Zwar sei die Formulierung in den sogenannten ärztlichen Grundsätzen jüngst etwas geändert worden. Doch sei dies fälschlicherweise als Liberalisierung verstanden worden. „Es war überhaupt nicht intendiert, das aufzuweichen“, sagte Montgomery.

Die Spitze der Bundesärztekammer werde dem Ärztetag einen Beschluss vorschlagen, wonach Tötung auf Verlangen und Hilfe zur Selbsttötung verboten sind. „Das ist klar und lässt keinen Spielraum mehr für Interpretationen zu“, sagte Montgomery.

Der Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, nannte die Vorschläge „richtig und gut“. Das ethische Prinzip des Arztes muss es sein, Leben zu begleiten, Sterben zuzulassen, aber nicht bei der Tötung behilflich zu sein, sagte er. Die Änderungen in den Richtlinien zur ärztlichen Sterbebegleitung vom Januar seien „der falsche Weg“ gewesen. © hil/aerzteblatt.de

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