Passau – Deutschen Ärzten soll die Hilfe zur Selbsttötung für Sterbenskranke weiter streng verboten bleiben. Ein entsprechender Beschluss sei beim Ärztetag diese Woche in Kiel zu erwarten, sagte der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, am Sonntag. Spekulationen über einen Kurswechsel in dieser Frage und eine Lockerung des Berufsrechts seien falsch. Die Deutsche Hospiz Stiftung begrüßte die Einlassungen Montgomerys.
„Es gibt keine Korrektur, das ist durch einzelne Äußerungen in der Öffentlichkeit etwas falsch angekommen“, sagte Montgomery, der als Nachfolger von Jörg-Dietrich Hoppe als neuer Ärztepräsident kandidiert. „Die Ärzte sind gegen den ärztlich assistierten Suizid.“
Zwar sei die Formulierung in den sogenannten ärztlichen Grundsätzen jüngst etwas geändert worden. Doch sei dies fälschlicherweise als Liberalisierung verstanden worden. „Es war überhaupt nicht intendiert, das aufzuweichen“, sagte Montgomery.
aerzteblatt.de |
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