Hamburg – Gesundheitsminister mehrerer Bundesländer wollen eine Gesetzesinitiative starten, um die Zahl der Organspender in Deutschland zu erhöhen. Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner neuen Ausgabe berichtet, soll künftig jeder, der nicht zu Lebzeiten widerspricht, nach seinem Tod automatisch als Organspender in Frage kommen. Allerdings sollen vor einer Organentnahme zwingend noch die Verwandten des Toten befragt werden und ein Einspruchsrecht bekommen.
Dem Spiegel zufolge hat der hessische Staatsminister Stefan Grüttner (CDU) als amtierender Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz die Initiative für diese „erweiterte Widerspruchsregelung“ für die nächste Sitzung des Gremiums Ende Juni auf die Tagesordnung gesetzt. Unterstützung haben demnach bereits seine Kollegen aus Bayern und Sachsen-Anhalt zugesagt, auch aus Sachsen und dem Saarland kämen zustimmende Signale.
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