Pennsylvania – Naltrexon, ein Opioidantagonist, könnte bei Personen mit einem Morbus Crohn die Entzündungszeichen reduzieren. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Jill Smith von dem Penn State College of Medicine in einer prä-Studie. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Digestive Diseases and Sciences (DOI: 10.1007/s10620-011-1653-7).
Morbus Crohn gehört zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Die Krankheit kann sich über den gesamten Gastrointestinaltrakt ausbreiten. Typische Symptome sind Unterleibsschmerzen, Diarrhöe, gastrointestinale Blutungen und Gewichtsabnahme. Bisherige Therapieansätze schließen immunsupprimierende Maßnahmen ein.
Bisherige Forschungsarbeiten konnten zeigen, dass Endorphine und Enkephaline, körpereigene Opioide, eine Rolle bei der Entwicklung und dem Ausmaß der Entzündung haben.
Naltrexon ist ein Medikament, das das körpereigene Opioidsystem hemmt. Dieses System reguliert Schmerzen, ist an Zellreparaturen und Zellwachstum sowie an Entzündungsreaktionen beteiligt. Naltrexon bindet an Opioidrezeptoren, so dass körpereigene und andere Opioide nicht wirken können.
zum Thema |
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.