Marathonlaufen schädigt Kniegelenke nicht
Montag, 6. Juni 2011
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| ddp |
Hamburg – Ein gesunder Marathonläufer schädigt seine Kniegelenke durch den Laufsport offenbar nicht. Das berichtete Wolfang Krampla vom Wiener Donauspital auf dem 92. Deutschen Röntgenkongress Anfang Juni in Hamburg.
Der Radiologe hat die Kniegelenke aktiver Marathonläufer mittels Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht. Zwischen der ersten Aufnahme und der letzten Kontrolluntersuchung nach rund zehn Jahren lagen bis zu 40.000 Kilometer Lauftätigkeit. Dabei zeigten die Kniegelenke der Probanden keinerlei neu aufgetretenen Abnutzungserscheinungen.
„Die Marathondisziplin hat keinen schädigenden Einfluss auf die Menisken, Knorpel und Knochen und das trotz der kaum vorstellbaren Belastung von 6.200 Tonnen, die die Kniegelenke eines 75 Kilogramm schweren Läufers während eines Marathonlaufs abfedern müssen“, sagte Krampla. Der Körper passe sich vielmehr der vermehrten Belastung an. Nicht nur das Muskelgewebe wachse unter Belastungen, auch die Knochendichte nehme unter Anstrengung zu.
Dennoch sollten gerade Hobbysportler ihren Sport nicht überreiben, warnte der österreichische Radiologe, dessen Forschungsschwerpunkt Überlastungsschäden bei Sportlern sind. Als Faustregel gelte, dass Hobbyläufer mit einem Trainingspensum von maximal 80 Kilometern pro Woche ihre Knochen, Gelenke, Muskulatur und Kondition steigerten. Ab etwa 100 Kilometern pro Woche nähmen dagegen Überlastungsschäden dramatisch zu, da die Regenerationsphasen nicht mehr ausreichten. © hil/aerzteblatt.de
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