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Parkinson erhöht Melanomrisiko

Dienstag, 7. Juni 2011

Research Triangle Park – Männliche Patienten mit Morbus Parkinson erkranken doppelt so häufig wie andere Männer an einem Melanom. Bei Frauen ist das Risiko einer Meta-Analyse in Neurology (2011; 76: 2002-2009) zufolge um etwa die Hälfte erhöht.

Die Assoziation zwischen Morbus Parkinson und malignem Melanom war bereits in früheren Studien aufgefallen. Honglei Chen vom National Institute of Environmental Health Sciences in Research Triangle Park/North Carolina konnte sich in seiner Meta-Analyse auf 12 Studien stützen.

Sie zeigen, dass die Melanome häufig nach der Diagnose des Morbus Parkinson auftreten. Nach der Manifestation der degenerativen Hirnerkrankung steigt das Risiko auf ein Melanom um den Faktor 3,6 an. Es erscheint deshalb ratsam, bei Parkinson-Patienten auf Hautveränderungen zu achten. Eine Assoziation zu anderen Hauttumoren bestand übrigens nicht.

Die Ursache für das erhöhte Melanom-Risiko ist unklar. Es liegt jedoch nahe, einen Zusammenhang mit der Synthese des Farbstoffs Melanin zu vermuten. Er ist sowohl in den Melanozyten der Haut vorhanden, aus denen sich die Melanome entwickeln, als auch in der Substantia nigra, deren Degeneration die Ursache der Parkinson-Erkrankung ist. Möglich ist, dass genetische Varianten im Syntheseweg des Melanins beide Erkrankungen begünstigen. Konkrete Hinweise liegen aber nicht vor. © rme/aerzteblatt.de

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