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5-alpha Reduk­tase-Inhibitoren: FDA warnt vor Prostata­krebsrisiko

Freitag, 10. Juni 2011


Rockville – Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA hat angeordnet, dass die Fachinformationen von Medikamenten mit den 5-alpha Reduktase-Inhibitoren (5-ARI) Finasterid und Dutasterid vor einem erhöhten Risiko von aggressiven “high-grade” Karzinomen der Prostata warnen.

Die 5-ARI Finasterid und Dutasterid blockieren die Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT). DHT ist das stärkere Androgen und es übt eine wachstumsfördernde Wirkung auf die Prostata aus. Finasterid und Dutasterid sind in Deutschland seit 1994 und 2003 zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie zugelassen. Finasterid erhielt später eine Zulassung zur Vorbeugung des Haarausfalls bei der androgenetischen Alopezie.

In zwei größeren randomisierten klinischen Studien wurde später untersucht, ob die beiden 5-ARI auch die Entwicklung eines Prostatakarzinoms verhindern können. Tatsächlich zeigte der Prostate Cancer Prevention Trial (PCPT) des National Cancer Institute, dass Finasterid die Zahl der Neuerkrankungen senkte.

Das gleiche konnte der Konkurrent im Reduction by Dutasteride of Prostate Cancer Events (REDUCE) für den anderen 5-ARI zeigen. Doch die präventive Wirkung war nur auf Tumore mit einem günstigen Gleason-Score beschränkt. In beiden Studien kam es gleichzeitig zu einem vermehrten Auftreten von “high-grade” Karzinomen mit einem Gleason-Score von 8 bis 10.

Beim PCPT-Trial traten sie nach sieben Jahren Therapie mit Finasterid bei 1,8 Prozent der Teilnehmer (versus 1,1 Prozent im Placebo-Arm) auf. In der REDUCE-Studie erkrankten nach vier Jahren Therapie mit Dutasterid ein Prozent der Teilnehmer (versus 0,5 Prozent im Placebo-Arm).

Das ist zwar ein geringes absolutes Risiko. Nach Ansicht der FDA sollten die Patienten, die zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie oder der androgenetischen Alopezie über viele Jahre mit einem 5-ARI behandelt werden, aber über das Risiko aufgeklärt werden.

Die FDA weist ferner darauf hin, dass es unter der Therapie mit den beiden 5-ARI zu einer Reduktion des PSA-Werts um etwa 50 Prozent kommt, mit starken individuellen Schwankungen. Dies macht einen Anstieg des PSA unter der Therapie umso verdächtiger auf ein malignes Geschehen und sollte nach Ansicht der FDA auch dann abgeklärt werden, wenn sich der PSA-Wert insgesamt noch im normalen Bereich befindet. © rme/aerzteblatt.de

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harlekin2000
am Montag, 13. Juni 2011, 10:45

Und nebenbei sieht man ja bei den Pillen keinen richtigen Effekt

im Gegensatz zu den Alphablockern.

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