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Studie liefert Argumente für OP-Mindestmengen

Dienstag, 14. Juni 2011

Birmingham – Gibt es in einer orthopädischen Abteilung wenige Operationen, steigt bei den operierten Patienten das Risiko für spätere Thrombembolien – zumindest gilt das für Hüft- und Knieprothesen in dem US-Bundesstaat Pennsylvania. Das berichten Wissenschaftler der University of Alabama. Sie haben ihre Studie in der Fachzeitschrift Arthritis & Rheumatism (doi: 10.1002/art.30390) publiziert. Auch die Mortalitätsrate ist danach von dem Operationskatalog abhängig.

Mit der hohen und stetig steigenden Anzahl an orthopädischen Prothesen im Hüft- oder Kniegelenk für Patienten mit weit fortgeschrittener Arthrose sei eine genauere Abschätzung der damit verbundenen Risiken und Komplikationen unabdingbar, beschreiben die Autoren unter der Leitung von Jasvinder Singh. Einer Studie des Centers for Desease Control and Prevention zufolge gab es in den USA im Jahr 2007 knapp 230.000 Hüft- und 543.000 Knieprothesenoperationen, Tendenz steigend.

Besonders die Implantation einer Hüftprothese bedeute postoperativ eine hohe Thrombosegefahr, da die Patienten eher immobil seien und es so zu einer die Blutgerinnsel-Bildung begünstigenden Verlangsamung des Blutflusses komme. Neben der Immobilisation suchten die Autoren in Birmingham nun nach weiteren Risikofaktoren, die die Entstehung dieser Komplikationen begünstigen.

Dazu bedienten sich die Forscher der Pennsylvania Health Care Cost Containment Council Database, einer Datenbank, die vierteljährlich Behandlungen und deren Kosten von in Pennsylvania hospitalisierten Patienten sammelt. Mit einem durchschnittlichen Patientenalter von 69 Jahren zum Zeitpunkt der Operation schlossen die Autoren über 10.000 Hüftprothesen und weit mehr als 19.000 Knieprothesen in ihre Analysen mit ein. Zusätzlich teilten sie die Krankenhäuser in „low-volume hospitals“ mit bis zu 200 Eingriffen pro Jahr gegenüber „high-volume hospitals“-Häusern mit einem Aufkommen von jährlich mindestens 200 Operationen ein.

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In den low-volume hospitals lag die Komplikationsrate für eine Thrombembolie innerhalb von 30 postoperativen Tagen am Ende signifikant höher als in den high-volume Krankenhäusern. Auch die Einjahresmortalität war in größeren Häusern wesentlich niedriger.

Eine Erklärung dieses Ergebnisses ist für die Wissenschaftler, dass in Spitälern mit weniger Operationen die Thromboseprophylaxe nicht so reibungslos ablaufe. Genauere Gründe dafür müssten jedoch in weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen erörtert werden, betonen die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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