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KVen in NRW fordern Vergütung auf Bundesniveau

Mittwoch, 15. Juni 2011

Düsseldorf/Dortmund – Ambulante ärztliche Leistungen in Nordrhein-Westfalen auf Bundesniveau zu vergüten haben die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) des Bundeslandes gefordert. „Uns geht es darum, dass für die Behandlung der Patienten in Nordrhein und Westfalen-Lippe genauso viel Geld zur Verfügung steht wie in anderen Regionen der Republik“, sagte Peter Potthoff, Vorsitzender des Vorstands der KV Nordrhein.

Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der KV Westfalen-Lippe, Axel Dryden, kritisierte er, bei der sogenannten morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (mGV) habe sich im Bundesländer-Vergleich seit Jahren eine deutliche Schieflage etabliert. „Die mGV je Versicherten in Westfalen-Lippe ist bundesweit die geringste. Hier fehlen rund 200 Millionen Euro, um den Bundesdurchschnitt zu erreichen“, sagte Dryden.

Wollten die Ärzte in dem Landesteil auf eine Vergütungsstufe je Versicherten mit der KV Bayerns kommen, müssten 300 Millionen Euro mehr nach Westfalen-Lippe fließen, im Vergleich zur Bundeshauptstadt Berlin sogar 400 Millionen Euro. Das Geld, das die Krankenkassen in Westfalen- Lippe für Heilmittel ausgäben, liege im Bundesvergleich ebenfalls an letzter Stelle.

Potthoff kritisierte auch in Nordrhein stünden die Praxen deutlich schlechter da als im Bundesdurchschnitt. „Dabei zahlen die Versicherten in unserer Region denselben Beitragssatz wie Versicherte in allen anderen Bundesländern. Die Mittel, die für ihre ambulante medizinische Versorgung zur Verfügung gestellt werden, sind aber deutlich unterdurchschnittlich“, kritisierte er. © hil/aerzteblatt.de

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