Politik

Bundesregierung will Pflegequalität in Altenheimen verbessern

Freitag, 17. Juni 2011

Berlin/Duisburg – Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben heute den Abschlussbericht „Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beur­teilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe“ vorgestellt.

Er enthält Indikatoren und Instrumente, mit denen die Qualität der Pflege in stationären Einrichtungen abgebildet und gemessen werden kann.

„Gute Qualität in der Pflege kann gar nicht hoch genug bewertet werden“, erklärte BMFSFJ-Staatssekretär Josef Hecken (CDU). Besonders wichtig sei, dass die objektive Qualität auch dem subjektiven Empfinden der Bewohner entspräche.

Die Wissenschaft habe hier neue Wege aufgezeigt, wie man die Qualität in der Pflege zuverlässig messen könne. „Die Ergebnisse werden uns helfen, die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen weiter zu verbessern“, so Hecken.

Der Bericht fasst die Ergebnisse eines vom Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW) und vom Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH (ISG) durchgeführten Projektes zusammen. In einer zehnmonatigen Testphase wurden die Indikatoren und Instrumente in 46 teilnehmenden Pflegeeinrichtungen erprobt.

Darüber hinaus hat die Bundesregierung die „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive für den Bereich der Altenpflege 2014“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Zahl der Auszubildenden zu erhöhen.

Dazu haben das BMFSFJ, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das BMG und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Länder und die Fach- und Berufsverbände in der Altenpflege eine Arbeitsgruppe auf Fachebene eingesetzt.

Sie soll nach Ministeriumsangaben in einer gemeinsamen Vereinbarung möglichst konkrete Maßnahmen festlegen, die zur Stärkung der Aus- und Weiterbildung und zur Steigerung der Attraktivität des Berufs- und Beschäftigungsfeldes der Altenpflege beitragen. Der Deutsche Berufsverband für Altenpflege (DBVA) begrüßt diese Initiative.

„Schon heute fehlen Tausende von Pflegekräften“, sagte DBVA-Vorsitzende Christina Kaleve. Es sei endlich an der Zeit, weitreichende Veränderungen einzuläuten. © hil/aerzteblatt.de

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