Diabetes ist Risikofaktor für zweiten Schlaganfall – neue Belege
Dienstag, 21. Juni 2011
Nashville – Personen, die in der Vergangenheit einen ischämischen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke TIA erlitten haben, haben ein größeres Risiko für einen weiteren Schlaganfall oder ein kardiovaskuläres Ereignis, wenn sie Typ-2-Diabetiker sind.
Das berichten Wissenschaftler um Alfred Callahan von der Vanderbilt University in Nashville. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Archives of Neurology (doi:10.1001/archneurol.2011.146).
Diabetes mellitus Typ 2 geht einher mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und ischämische Herzerkrankungen. Personen mit einem metabolischen Syndrom und Insulinresistenz haben ein erhöhtes Risiko einen Diabetes mellitus Typ 2 zu entwickeln.
Callahan und seine Kollegen untersuchten die Daten der sogenannten SPARCL-Studie nun auf das Risiko für einen wiederholten Schlaganfall oder ein kardiovaskuläres Ereignis bei Personen mit einem metabolischen Syndrom oder einem Diabetes mellitus Typ 2.
Insgesamt schloss die Studie 4.731 Teilnehmer ein, die einen ischämischen Schlaganfall oder eine TIA hatten. Bei dem Start der Studie hatten 794 Personen einen Diabetes mellitus Typ 2, 642 hatten ein metabolisches Syndrom, 3.295 hatten keine der beiden Erkrankungen. Als klinische Endpunkte der Studie galten Schlaganfall, kardiovaskuläre Ereignisse und revaskulierende Verfahren wie Angioplastien.
Bei den Personen mit einem Diabetes mellitus Typ 2 trat fast doppelt so häufig ein weiterer Schlaganfall, ein anderes kardiovaskuläres Ereignis ein oder eine Revaskularisation wurde nötig, wie bei den Personen mit einem metabolischen Syndrom.
Die Wissenschaftler untersuchten außerdem die Effekte eines Statins auf das Outcome der Studienteilnehmer. Es zeigte sich, dass die Einnahme eines Statins das Risiko für einen weiteren Schlaganfall und ein kardiovaskuläres Ereignis signifikant reduzierte. © hil/aerzteblatt.de
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