London – Regelmäßige Mammographien senken langfristig die Brustkrebssterblichkeit. Dies geht aus einer neuen Analyse einer randomisierten Studie Radiology (Online) hervor, die mittlerweile eine Nachbeobachtungszeit von 30 Jahren umfasst.
Am Swedish Two-County Trial hatten seit 1977 insgesamt 133.065 Frauen im Alter ab 40 Jahren teilgenommen. Nur die Frauen aus einer der beiden Städte hatten regelmäßig Einladungen zur Mammographie erhalten. Frauen im Alter von 40 bis 49 Jahren wurden im Durchschnitte alle 24 Monate mammographiert. Bei den Frauen im Alter von 50 bis 74 Jahren betrug das Untersuchungsintervall im Durchschnitt 33 Monate. Die Studiendauer war auf 7 Jahre begrenzt.
Da die Tumore jedoch langsam wachsen und sich das Schicksal eines metastasierten Tumors unter den Bedingungen der heutigen Therapie oft erst nach vielen Jahren entscheidet, recherchiert die Gruppe um Stephen Duffy vom Queen Mary Hospital der Universität London regelmäßig, ob die gescreenten Frauen seltener an Brustkrebs erkranken als die nicht gescreenten Frauen. Eine Reduktion um etwa 30 Prozent wurde bereits bei der letzten Auswertung vor einem Jahrzehnt nach insgesamt 20 Jahren gefunden (Breast Cancer Res 2000; Suppl 2: A3).
Die aktuelle Auswertung nach mittlerweile 30 Jahren bestätigt diesen Befund. Duffy beziffert die Anzahl der Frauen, die über sieben Jahre alle 2 bis 3 Jahre gescreent werden muss, um einen Todesfall am Brustkrebs zu vermeiden, auf 414 bis 519. Die meisten Todesfälle, die durch das Screening vermieden wurden, ereigneten sich lauf Duffe erst 10 Jahre oder später nach dem Ende des Screenings.
Die von Duffy genannte Zahl fällt auf den ersten Blick hinter dem Wert zurück, den die Kooperationsgemeinschaft Mammographie auf ihrer Webseite angibt. Dort ist von einer von insgesamt 200 Frauen die Rede, die durch die regelmäßige Teilnahme am Mammographie-Screening vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt werde.
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