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Ausgaben für Hyposensibilisierung bei Kindern steigen

Mittwoch, 29. Juni 2011

Hamburg – Die Ausgaben für Hyposensibilisierungen von Kindern und Jugendlichen mit Allergien sind zwischen 2006 und 2010 um rund 45 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank die Zahl der verordneten Rezepte für symptomlinderne Antiallergika um rund 15 Prozent.

Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) nach einer Auswertung von TK-Daten. „Zum einen verschreiben die Ärzte häufiger die Hyposensibilisierung, zum anderen hat die Pharmaindustrie mit den Preisen angezogen“, sagte Martina Köthemann, Apothekerin bei der TK.

Hyposensibilisierung wird vor allem bei allergischen Erkrankungen durch Pollen, Schimmelpilzen oder Hausstaubmilben eingesetzt sowie bei Insektengiftallergien. Eine Behandlung ist ab dem Alter von fünf Jahren möglich.

Ziel der Therapie ist, den Körper an die Allergene zu gewöhnen. Es gebe dabei die Möglichkeit, die Medikamente in Tabletten- oder Tropfenform über die Mundschleimhaut zu verabreichen. Die Kinder müssten dann keine Angst vor einer Spritze haben, hieß es aus der TK.

„Die Hyposensibilisierung kann Symptome bei bestimmten Allergien stark verringern oder ganz beseitigen“, so Köthemann. Je nach Allergietyp gebe es aber Unterschiede in der Erfolgsrate. Eltern sollten daher mit einem Kinderarzt klären, ob eine Allergieimpfung für ihre Kinder infrage komme oder ob es andere Alternativen gebe. © hil/aerzteblatt.de

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